»Start2Grow«
Was auf den ersten Blick wie ein Almanach für Jene anmutet, die beschlossen haben ihre Freizeit ab jetzt der Züchtung und Kultivierung psychodelischer Pflanzen zu verschreiben, stellt sich bei näherer Betrachtung als eine Förderung für ortsansässige Dortmunder Unternehmensgründer heraus.
Doch um bei dieser Metapher zu bleiben: Dieser Gründerwettbewerb bereitet uns wohl genauso viele schlaflose Nächte wie besagten Hobby-Botaniker ihrer fleissig besprochenen und umgarnten Pflänzchen. Seit nunmehr zwei Tagen wird nun unnachgiebig auf Tastatur und Maus eingehämmert um nun endlich das auf Papier - Verzeihung - "den Bildschirm" zu bringen, was schon seit Jahren in unsrem Oberstübchen vor sich hin gährt.
Doch verhällt es sich mit jeder guten Idee wie mit einer Pflanze, entweder sie ist Unkraut und fordert höchstens die Bemühungen, um sie zu verdrängen und vernichten, oder sie braucht regelmäßige Pflege und Aufmerksamkeit, um so zu wachsen und zu gedeihen wie man es von vornherein geplant hatte.
Ständig dieses Gesülze und diese elendige Selbstbeweihräucherung. Einen Businessplan zu schreiben über dessen Inhalt man sich ja selbst gar nicht im Klaren ist, nur weil man wieder die letzten Wochen alles Mögliche getan hat. Alles. Ja alles, außer einen Businessplan zu schreiben. So rückt der Montag näher und näher. Dieser elendige Montag, der schon zum Synonym für "Abgabetermin" geworden ist und wir uns von Stunde zur Stunde mehr den Kopf zermartern über das, was uns den ruhmreichen Sieg beim Start2Grow Wettbewerb einbringen soll.
Wer also dieses Wochenende kläglich scheiterte uns zu erreichen, der sei gerne in unseren Reihen derer gesehen-, deren einzige Hoffnung es ist baldig die Früchte dieser Arbeit zu ernten. Aber mal Hand aufs Herz: wir würden wohl kaum unsere außerordentlich bescheidene Freizeit opfern wenn wir von unserer Idee nicht überzeugt wären. Genauso wenig wie wir jene Stunden bereuen, die uns an diesen Punkt gebracht haben.
Denn nie kann der Geschmack jener Früchte erreicht werden, welche selbst gesäht und mühsam herangezogen wurden.
Zu melancholisch? Ja! Wir geloben Besserung.







